Pension Villa Fortuna

von Liebling Brandenburg , 15. September 2013 , Spreewald

In einer restaurierten Jugendstilvilla, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum Lübben im Spreewald entfernt, hat Familie Kamm mit viel Herzblut und Arbeitseinsatz eine kleine Ferienoase geschaffen. Seit 1999 vermietet sie in der Villa Fortuna mehrere Einzel- und Doppelzimmer sowie zwei Ferienwohnungen mit Turmzimmer und eigener Terrasse. Die um die Jahrhundertwende errichteten Gebäude gehörten ehemals zu einer Ziegelfabrik und wurden von den Besitzern der Fabrik lange Jahre selbst bewohnt. Zu DDR-Zeiten verkümmerte das Anwesen jedoch zunehmend, bis Familie Kamm es Anfang der 1990er kaufte und zu neuem Leben erweckte. In jahrelanger Arbeit sanierte die Familie, die selbst im Erdgeschoss der Villa lebt, die Gebäude Stück für Stück und errichtete in Dachgeschoss und Remise die heutige Pension. Neben den hell und einladend eingerichteten Zimmern gibt es in der Villa einen großen Speisesaal sowie einen Garten, der von den Gästen der Pension genutzt werden kann. Lübben liegt eingebettet zwischen Unter- und Oberspreewald und ist ein perfekter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Flusslandschaft des Spreewaldes, z.B. bei einer traditionellen Kanufahrt. Wer den Spreewald auf eigene Faust erkunden möchte, kann sich ein Kanu mieten oder auf einem der vielen Rad- und Wanderwege wie z.B. dem Spreeradweg die Region entdecken.

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Frau Kamm, wie sind Sie auf das Anwesen gestoßen?

Wir sind durch eine Zeitungsanzeige in Berlin auf das Haus aufmerksam geworden. Besonders angesprochen hatte mich, dass in der Anzeige die Jugendstilmalerei erwähnt war. Neugierig geworden planten wir anschließend eine Kahnfahrt nebst Hausbesichtigung im Spreewald und schon hatten wir uns in das Haus und den Spreewald verliebt.

Wie ging es nach dem Kauf der Villa weiter?

Als erstes haben wir die Wohnung im Erdgeschoss für uns ausgebaut und angefangen, das Grundstück zu roden. Beim Baumfällen entdeckten wir dann alte Kantensteine, begannen der ursprünglichen Parkanlage nachzuspüren und haben sie soweit es möglich war wieder hergestellt. Hilfreich war dabei für uns besonders die professionelle Unterstützung der zahlreichen Landschaftsgärtner in unserem Freundeskreis. Auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für die überfällige Dacherneuerung entstand dann die Idee zur Pension und 1997 konnten wir schließlich  die ersten Gästezimmer im ausgebauten Dachgeschoss anbieten. Motiviert durch die nette Resonanz unserer Gäste haben wir uns ein Jahr später an den Ausbau der Remise im Garten, die ursprünglich nur ein Wirtschaftsgebäude war, gemacht. Wir haben das aber für diesen Zweck als “verschwendet” angesehen und so entstand dort unsere erste Ferienwohnung. Vor zwei Jahren, nach Auszug unserer damaligen Mieter, erfolgte dann der Umbau der ersten Etage zur zweiten Ferienwohnung.

Worauf haben Sie beim Umbau des Hauses und der Einrichtung wert gelegt?

Uns war vor allem wichtig, so viel wie möglich von der alten Bausubstanz und damit den ursprünglichen Charme des Hauses zu erhalten oder wiederherzustellen. Wir haben zum Beispiel die meisten der alten Kachelöfen stehen lassen oder auch die Originalbemalung des Treppenhauses aus den 1920er Jahren mit Hilfe einer befreundeten Malerin restauriert – ein Projekt, das übrigens noch nicht abgeschlossen ist. Auch bei der Anschaffung neuer Dinge versuchen wir immer eine gelungene Mischung zwischen Moderne und dem Geist der damaligen Zeit zu finden.

Wie würden Sie Ihre Pension beschreiben?

Unsere größte Inspiration sind eigentlich die netten kleinen “Bed & Breakfast”- Anwesen, die wir während unserer Englandaufenthalte kennengelernt haben. Wir möchten, dass unsere Gäste sich wie bei Freunden zu Besuch fühlen.

Haben Sie einen besonderen „Lieblingsort“?

Der Garten ist mein absoluter Lieblingsort. Wir haben viel Arbeit hineingesteckt, aber es hat sich gelohnt. Besonders wenn alles blüht, ist es dort traumhaft schön.

Ihr Tipp für den Brandenburg-Urlaub?

Paddeln fernab der touristischen Wege – von Alt Zauche aus in den Hochwald, ein Besuch der aus dem ehemaligen Braunkohle-Tagebau neu entstehenden Seenlandschaften und, nur selten möglich aber dann unvergesslich: Schlittschuhlaufen auf den Kanälen des Spreewaldes!

Fotos: Juliane Kamm, Karen Massine
Interview: Katrin Gewecke

Kontakt:
Villa Fortuna
Juliane Kamm
Treppendorfer Straße 1
15907 Lübben/Spreewald

Mehr Informationen unter: http://www.villa-fortuna.info

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