Landhaus Ribbeck

von Liebling Brandenburg , 10. Juni 2015 , Havelland

„Wohnen.Kunst.Garten“ ist das Motto der Pension Landhaus Ribbeck im Havelland. Insgesamt sechs nach Blumen benannte, individuell gestaltete Zimmer mit weitem Blick über Felder, Wiesen und in den Garten des Hauses bietet das kleine Hotel, dass das Künstlerpaar Claudia und Thomas Jung vor drei Jahren in einem denkmalgeschützten Schafstall von 1860 eröffnet hat. Das historische Gebäude befindet sich in ruhiger Lage im kleinen Dorf Ribbeck – einst von Theodor Fontane in seinem bekannten Gedicht von „Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ beschrieben. Nach aufwendigen Restaurierungsarbeiten der Gastgeber finden Besucher in dem aus Original Ribbecker Backsteinen erbauten Haus heute nicht nur stillvolle Übernachtungsmöglichkeiten. Das Landhaus beherbergt auch eine Kunstgalerie mit wechselnden Werken des Ehepaars und anderer Künstler sowie ein kleines Restaurant, das zugleich Austragungsort von Konzerten, Lesungen und Tangoabenden ist. Für Ausflüge ins Umland stehen den Gästen Leihfahrräder zur Verfügung, mit denen die idyllische Landschaft des Havellandes erkundet werden kann. Aber auch zahlreiche Fußwege in der Umgebung laden zu ausgedehnten Spaziergängen durch die Natur ein. Nur einen Katzensprung entfernt befinden sich zudem das Schloss Ribbeck mit Fontane-Museum, das Waschhaus Ribbeck mit Cafe und Hofladen und das Flugfeld Bienenfarm. Wer es dem Künstlerpaar gleichtun möchte, der kann bei Claudia Jung einen Malkurs besuchen und seine Urlaubseindrücke so für immer im Bild festhalten.

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Familie Jung, Sie sind von Berlin ins Havelland gezogen. Ein Zufall oder ein lang gehegter Traum?

Der Umzug hierher war eher ein Zufall. Wir haben den alten Schafstall in Ribbeck auf der Suche nach einem geeigneten Objekt für unser Projekt „Wohnen, Kunst und Garten” entdeckt.

Wie sah der Schafstall denn damals aus und welche Herausforderungen hat die anschließende Sanierung mit sich gebracht?

Als wir den Schafstall entdeckten, war es für das Gebäude „5 vor 12“. Die Witterung hatte ihm stark zugesetzt und er stand kurz vor dem Einsturz. Die Lage des Gebäudes, die Verzierungen in märkischer Backsteingotik und der Architekt Arndt Herrmann gaben aber dann den Ausschlag, uns an die Sanierung des Gebäudes heranzuwagen. Die Sanierung lief allerdings nicht immer glatt; zum Beispiel wurde für die ökologische Innendämmung aufgrund der schwülwarmen Witterung im Bausommer 2012 eine technische Trocknung erforderlich, um überhaupt noch pünktlich am 29. September 2012 eröffnen zu können. Das hat dann aber erfreulicherweise geklappt.

Welche Idee liegt Ihrem Landhaus Ribbeck zugrunde?

Wir wollten ein Haus für Kreative und Schöngeister schaffen, die auch kulinarischen Genüssen zugetan sind. Hier finden Ausstellungen statt, kleine Konzerte und Malreisen. Unser Garten soll den Malbegeisterten Inspiration sein – so wie Claude Monets Garten in Giverny. Aber auch Fahrradtouristen, Gartenliebhabern, Kunstinteressierten und Menschen, die auf so etwas neugierig sind, steht unser Haus offen.

Wovon haben Sie sich bei der Gestaltung des so geplanten Hauses inspirieren lassen?

Der Wohn- und Lebensstil in der Provence und in der Toskana haben uns auf vielen Malreisen stark beeindruckt. Natürliche Materialien und Farbnuancen bilden die Basis für die Gestaltung der Räume und es kommen Leinenstoffe, Eichenparkett und schmiedeeiserene Bettgestelle zum Einsatz.

Was mögen Sie am Havelland und an Ribbeck besonders?

Der Zauber unserer neuen Heimat entsteht durch die amphibische Landschaft, die uralten Bäume und den weiten Horizont. Für ein Künstlerherz ist das Havelland eine echte Inspirationsquelle! Ribbeck ist ein Ort voller Lebensfreude und positiver Energie. Seit der „Birnenlegende“ steht er für Freigiebigkeit und Toleranz.

Ihr Tipp für den Brandenburg-Urlaub?

Im Frühjahr kann man die Quax-Piloten mit ihren fliegenden Oldtimern auf dem Sportflugplatz Bienenfarm beobachten. Im Sommer kann man eine kleine Fahrradtour zum Riewendsee unternehmen und dort baden. Im Herbst lassen sich in Ribbeck die Kraniche beim Sammeln beobachten und an kalten Wintertagen läd der Kamin in unserem Café Monet ein, um dort nach einem Winterspaziergang gemütlich einen Rotweinpunsch und ein Stück lauwarmen Apfelstrudel nach Hausrezept zu genießen.

Fotos: Claudia Jung
Interview: Katrin Gewecke

Kontakt:
Landhaus Ribbeck
Claudia und Thomas Jung
Uhlenburger Weg 2b
14641 Nauen/OT Ribbeck

Mehr Informationen unter: http://www.landhaus-ribbeck.de/

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